Chirurgie der Nase und Nasennebenhöhlen

Septumplastik, funktionelle Septorhinoplastik

Korrektur der Nasenscheidewand oder der äußeren Nase und der Nasenscheidewand
 
Verbiegungen der Nasenscheidewand oder des gesamtem Nasengerüstes können Folge früherer Nasenbeinbrüche, oder auch wachstumsbedingt sein. Es resultiert eine Behinderung der Nasenatmung. Durch die Veränderungen der Luftströme in der Nase treten zumeist zusätzlich Schwellungen der Nasenmuscheln und Schleimhäute der Gegenseite zur bestehenden Nasenscheidewandverbiegung hinzu. Betroffenen bleibt oft nur der verzweifelte Griff zum Nasenspray. Die Folge ist eine weitere Beeinträchtigung der Nasenatmung die zu Folgeerkrankungen wie Nasennebenhöhlenentzündungen Tubenmittelohrkatarrhen, Bronchialkatarrhen und zu Kopfschmerzen führen kann. Zur Behebung dieser Störungen hilft nur eine operative Korrektur.
 
Operationen an der Nase und an dem Nasennebenhöhlensystem sind in der Bevölkerung häufig als äußerst schmerzhaft und auch wenig erfolgreich in Verruf. Diese Eindrücke basieren im Wesentlichen auf veralterten Operations- und Tamponadetechniken.
 
Mit Hilfe der minimal-invasiven endoskopisch-mikroskopischen Operationstechnik sind Schmerzen nahezu vermeidbar. Moderne Tamponaden können zumeist nach 24 bis 48 Stunden nahezu schmerzfrei entfernt werden.
 
Der Eingriff wird zweckmäßigerweise in Vollnarkose ausgeführt; nur so lassen sich schmerzfrei notwendige Korrekturen auch in der Tiefe der Nase durchführen. Äußere Wunden entstehen nicht, da nur durch die Nasenöffnungen in die Nase eingegangen wird. Dabei geht man unter die Schleimhäute und richtet die verbogenen knöchernen und knorpeligen Strukturen der Nasenscheidewand. In der Regel werden bei diesem Eingriff vergrößerte Nasenmuscheln entweder laser-assistiert oder mittels Radiofrequenz-Strom verkleinert. Letzteres Verfahren zeichnet sich durch seine geringe Gewebstraumatisierung aus.
 
Zur Stützung des neugerichteten Gerüstes der Nasenscheidewand und damit zur optimalen Verheilung bewähren sich sterilisierte, äußerst gewebeverträgliche Spezial-Silikon-Plättchen mit Belüftungskanälen. Diese sind von außen nicht sichtbar, stören kaum, und ermöglichen eine Atmung durch die Nase. Die Entfernung derselben ist unproblematisch und schmerzlos, in der Regel nach 10 Tagen in der Praxis durchführbar. Komplikationen bei diesem Eingriff sind glücklicherweise selten. Insbesondere Nachblutungen treten kaum auf, können dann aber mit einer Tamponade gestillt werden. Schmerzen werden Sie im Allgemeinen nur in sehr geringem Ausmaß haben; meist dann aber als Druckempfindung am OP-Tag.
 
Bei der Korrektur der Nasenscheidewand bleibt in der Regel die äußere Form der Nase unverändert. Lediglich bei erheblichen Veränderungen im Bereich der knorpeligen Nasenscheidewand kann es durch notwendige Korrekturen und Knorpelentnahmen ausnahmsweise zu einer leichten Einsattelung am Nasenrücken kommen, manchmal aber auch durch spätere narbige Spannungsverschiebungen im Knochen-Knorpel-Bereich. Spätere Korrekturen sind dann natürlich möglich. Selten sind auch Riechstörungen, die sich in aller Regel aber wieder verlieren. Häufig hingegen kommt es vorübergehend zu einer leichten Gefühlsminderung an den oberen Schneidezähnen bzw. knapp dahinter am Gaumen.
 
Bei der zusätzlichen Korrektur des äußeren Nasengerüstes ist entweder bei funktioneller Indikation die Formveränderung der äußeren Nase unvermeidlich oder bei kosmetischer Indikation erwünscht. In beiden Fällen wird zum Ende der Operation auf die Nase ein individueller Gips angepasst, der in der Regel nach 7 Tagen entfernt werden kann.
 
Bitte geben Sie auch darauf Acht, dass Sie in den ersten Monaten nach der Operation nirgendwo mit der Nase anstoßen. Es braucht schon sechs bis acht Wochen, bis die Strukturen der Nase wieder fest verwachsen und stabil sind.
 
Weitere Leistungen: