Bei der sog. Otosklerose kommt es durch knöcherne Umbauprozesse zu einer Fixierung des Steigbügels (Stapes) in seiner unter gesunden Umständen schwingfähigen Aufhängung. Diese Erkrankung hat eine Schwerhörigkeit zur Folge, die meist im jugendlichen Alter gehäuft bei Frauen auftritt und langsam voranschreitet. Gelegentlich tritt Ohrrauschen (Tinnitus) auf, selten wird auch Schwindel beklagt.
Die Behandlung der Otosklerose ist operativ und besteht in der sog. Steigbügelplastik (Stapesplastik). Nach Eröffnung der Paukenhöhle (Tympanoskopie), die vom Gehörgang her erfolgt, werden zunächst das otosklerotischen Gewebe sorgsam entfernt und anschließend der erkrankte Steigbügel ganz oder teilweise durch eine Gehörknöchelprothese (Stapespiston) ersetzt. Anschließend ist wieder eine freie Übertragungsfähigkeit des Schalls über die Gehörknöchelchenkette möglich. Durch die Operation kann in über 95% der Patienten eine Verbesserung des Gehörs erreicht werden und einem weiteren Fortschreiten der Erkrankung wird Einhalt geboten.
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