Therapien bei schlafbezogenen Atmungsstörungen (Schnarchen, OSAS)

Radiofrequenztherapie

Die Radiofrequenztherapie wird seit Jahren in verschiedenen Teilgebieten der Medizin erfolgreich angewendet. Es handelt sich dabei um ein minimal invasives Verfahren, welches besonders dann angewendet werden kann, wenn das Zielgewebe für konventionelle chirurgische Verfahren nicht zugänglich ist, dem Patienten eine konventionelle Operation nicht zumutbar ist, oder die Schaffung eines Zugangs zum Zielgewebe mit einer hohen Komplikationsrate behaftet ist.
 
Die klinische Wirksamkeit der Radiofrequenztherapie im Fachgebiet der HNO-Heilkunde wurde bei der Behandlung der Nasenmuschelhyperplasie, des obstruktiven Schlaf-Apnoe-Syndroms und des primären Schnarchens nachgewiesen. Bei diesem schnellen und blutungsarmen Verfahren wird elektrische Energie mit einem nadelförmigen Applikator in die Tiefe des Gewebes eingebracht. Dadurch wird das Gewebe erhitzt und eine thermische Devitalisierung erzeugt. Im Rahmen des einsetzenden Heilungsprozesses kommt es zu einer narbigen Schrumpfung und Versteifung des Gewebes. Die Durchführung der Radiofrequenztherapie ist unter örtlicher Betäubung oder unter Vollnarkose möglich. Eine Wiederholung des Eingriffes ist gegebenenfalls erforderlich.
 
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